1. Pädagogisches Unterrichtskonzept der ÜFA inkl. Lehrerrolle

Unsere Übungsfirma ist ein fiktives Unternehmen, in dem wir Schüler der 4. Klasse 3 Stunden in der Woche zusammenarbeiten und eigenverantwortlich und lernen. Sie ist Teil des BWL-Unterrichts. Theoretische Inhalte werden in der ÜFA praktisch angewandt (z. B. Bewerbungsgespräch, Personalverwaltung, Buchhaltung, Marketingüberlegungen). Sowohl in der Klasse, als auch in der ÜFA werden Querverbindungen zwischen der betrieblich-pädagogischen Umsetzung (ÜFA) und dem theoretischen Hintergrundwissen (Klasse) hergestellt.

Neben den fachlichen Kompetenzen (z. B. Buchhaltung) hat der Lernende die Möglichkeit, seine Selbstkompetenzen (z. B. Zeitmanagement) und vor allem auch seine Sozialkompetenzen (z. B. Teamarbeit) im Lernfeld „ÜFA“ zu erweitern und zu festigen.

Zudem bietet ihm die ÜFA die Möglichkeit, verschiedene Methoden (z. B. Projektmanagement) kennen zu lernen und einzusetzen. Wir arbeiten gemeinsam in unserer ÜFA nach betriebswirtschaftlichen Kriterien. Ziel ist es, die betriebswirtschaftlichen Jahresziele zu erreichen. Gleichzeitig verfolgen wir aber auch pädagogische Ziele, wir lernen im Team zu arbeiten und zielorientiert zu handeln. Selbständigkeit und Problemlösekompetenz sind uns wichtig. Zudem bietet uns die Übungsfirma den die Möglichkeit, in einem fiktiven Umfeld unser Wissen anzuwenden und unsere Kompetenzen zu festigen und auszubauen.

Die Rolle des Lehrers.

Unsere Lehrperson aus BWL wird von einer Kollegin unterstützt. Die Lehrenden treten in dieser handlungsorientieren Unterrichtsform in den Hintergrund und arbeiten als „Coach“, unterstützen und helfen bei Unsicherheiten. Die Geschäftsleitung steuert das Unternehmen indem sie mit den Mitarbeitern Ziele vereinbart und deren Umsetzung kontrolliert und nur in Ausnahmefällen mit nötigen Anweisungen eingreift.

  1. Unternehmensgegenstand und Branche

Handel mit Büroartikeln, Software, Videospielen und Verpackungsmaterialien

Wir haben die Übungsfirma von der Klasse des letzten Jahres übernommen. Uns erscheint die Branche sehr attraktiv und vielversprechend.  Es besteht in vielen Bereichen ein Bedarf/ Nachfrage an diesen Produkten, somit es möglich sein sollte gewinnbringend zu arbeiten und sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Zudem möchten wir unser Produktsortiment im heurigen Schuljahr mit nachhaltigen Angeboten erweitern.

Rechtsform??

  1. Leitbild der Übungsfirma unter Berücksichtigung von Betrieb und Lernort

Die Big Store OHG des Roger Fisch wurde im Jahre 2003 an der ehemaligen Handelsoberschule Bruneck (heute Wirtschaftsfachoberschule Bruneck) mit dem Ziel einen handlungsorientierten Unterricht im Fach BWL zu ermöglichen, gegründet. Die Übungsfirma wird als Lernort für die Lernenden gesehen, in dem sie ihre Kenntnisse und Fertigkeiten praktisch umsetzen können.

Lernort (pädagogisch) Lernort

Die Lernenden arbeiten selbständig und teamorientiert und sehen die Übungsfirma als IHR Unternehmen. Sie wissen, dass sie jederzeit einen Coach (Lehrer) haben, der ihnen zur Seite steht, versuchen aber, möglichst eigenständig die Übungsfirma zu einem erfolgreichen und effizienten Unternehmen zu machen. Sie sind sich bewusst, dass die Übungsfirma ein fiktives Unternehmen ist, in dem sie die Möglichkeit haben, Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen zu erwerben, zu festigen, auszuprobieren und zu verfeinern.

Unternehmen (betriebswirtschaftlich) Betrieb

Wir wollen andere Übungsfirmen bei ihrer Arbeit unterstützen, indem wir ihnen Büroartikel, Verpackungsmaterial, Videospiele und Software zur Verfügung stellen. Wir sind DER Ansprechpartner in Sachen Büroausstattung. Dafür bieten wir alle Arten von Büroartikeln und Software. Verpackungsmaterialien und Videospiele runden unser Sortiment ab. Als Unternehmen ist es das Ziel der Big Store OHG, der führende Anbieter für Büroartikel, Software, Videospiele und Verpackungsmaterial auf dem Südtiroler Übungsfirmenmarkt zu sein. Langfristig will die Big Store OHG zum Marktführer auf dem nationalen Markt werden und auch internationale Bedeutung erlangen.

Bei der Erbringung unserer Leistungen legen wir besonderen Wert auf soziale und ökologische Aspekte. Unser Motto lautet: „Ihr Vertrauen ist unser Ziel“

Erfolgreiche Kunden stehen bei uns im Mittelpunkt

Der Erfolg unserer Kunden ist zugleich unsere Leidenschaft.

Wir bemühen uns um eine professionelle Beratung, da uns der persönliche Kontakt mit unseren Kunden am Herzen liegt.

Wir sind bestrebt, langfristiger und zuverlässiger Partner unserer Kunden zu sein.

Qualitätsführung ist unsere große Stärke

Durch klare Aufgabenstellungen und den Fleiß eines jeden Mitarbeiters lassen sich unsere Ziele am Markt orientiert planen und verwirklichen.

Motivierte und qualifizierte Mitarbeiter sind uns wichtig

Durch den Erfolg jedes Einzelnen wird auch der Erfolg des Betriebes vorangetrieben.

Jeder Mitarbeiter soll in die Ziele des Betriebes eingearbeitet werden.

Wir fördern die Begeisterung unserer Mitarbeiter.

Unser Unternehmen fördert die sozialen Kontakte der Mitarbeiter untereinander, und die Mitarbeiter unseres Teams können dadurch auch voneinander lernen.

Durch Teamwork werden Hindernisse gemeinsam überwunden.

Wir fördern die Identifikation des Mitarbeiters im Unternehmen (= corporate identity) und setzen uns für ein gutes Betriebsklima ein.

Unsere Waren

Qualität steht bei uns im Mittelpunkt - dies war und wird immer so bleiben.

Unsere Kunden

Wir bemühen uns mit den Kunden gut zusammenzuarbeiten. Wir sehen unsere Kunden als Vertragspartner und möchten weiterhin eine Kundenzufriedenheit beibehalten.

Die Übungsfirma

Durch die Geschäftsbeziehungen mit anderen Übungsfirmen tragen wir zu einem Funktionieren des Übungsfirmenmarktes bei. Die Mitarbeiter erhalten ausreichenden Freiraum zum eigenständigen und selbstverantwortlichen Arbeiten und Lernen. Die Mitarbeiter sehen sich als Team und Teil des Unternehmens. Sie sind sich bewusst, dass die Übungsfirma eine Unterrichtsform zur Erreichung von Fach-, Sozial- und Selbstkompetenzen ist. Das Prinzip „learning by doing“ erfährt eine praktische Anwendung. Großer Wert wird auch auf den schonenden Umgang mit den Arbeitsgeräten und den zur Verfügung stehenden Ressourcen gelegt. Neue Medien können und sollen im Lernort „Übungsfirma“ eingesetzt werden.

  1. Strategische Unternehmensziele und Jahresschwerpunkte – Beschreibung und Planung

Strategische Ziele für den Betrieb

Dem Grundprinzip „Plan – Do – Check – Act“ folgend, wird die Big Store OHG zum Marktführer für Büroartikel, Software, Videospiele und Verpackungsmaterial werden

eine unverwechselbare und einzigartige Position auf dem Übungsfirmenmarkt einnehmen

ein starkes Wir-Gefühl aller Mitarbeiter des Unternehmens aufbauen

auf eine gute Rentabilität und Liquidität achten

zu einem bekannten und anerkannten Unternehmen auf dem Markt werden

Strategische Ziele für den Lernort

Dem Grundprinzip „Plan – Do – Check – Act“ folgend, wird die Übungsfirma

zur zentralen Methode des handlungsorientierten Unterrichts

in den BWL-Unterricht integriert

mit anderen Fächern kombiniert (fächerübergreifende Kompetenzen)

neben Fach-, auch Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen vermitteln

das Lernen und Lehren in einen dualen Regelkreis verwandeln.

Jahresschwerpunkte:

  1. Teilnahme an der Qualitätsmarke 2017/18

PLAN:

Erreichung der Qualitätszertifizierung am Ende des Schuljahres 2017/18

DO:

Die Koordinierung des Schwerpunktes erfolgt in einer eigenen Abteilung „Qualitätsmanagement“. Die Mitarbeiter dieser Abteilung verteilen die verschiedenen Aufgaben an die anderen Abteilungen und sorgen mit Hilfe eines Terminplans für die pünktliche Abgabe der erforderlichen Unterlagen. Die Geschäftsführung steht in engem Kontakt mit der Abteilung „Qualitätsmanagement“, um bei Bedarf beratend zur Seite zu stehen.

CHECK:

Die laufende Kontrolle der Termineinhaltung und der Korrektheit der abzugebenden Unterlagen übernimmt die Abteilung „Qualitätsmanagement“. In regelmäßigen Abständen setzt sich die Abteilung mit der Geschäftsführung zusammen, um die abgegebenen Unterlagen nochmals zu prüfen. Im März werden die gesamten Unterlagen nochmals kontrolliert, bevor die Mappe beim Schulkoordinator abgegeben wird.

ACT:

Nach der Mitteilung des Ergebnisses werden die Fehler analysiert und mögliche Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet. Sollte das Zertifikat erreicht werden, gibt es eine interne „Qualitätsfeier“, ansonsten werden Geschäftsführung und Mitarbeiter gemeinsam die Ursachen für die aufgetretenen Fehler suchen und besprechen.

  1. Teilnahme an der Übungsfirmenmesse in Wien im Dezember 2018

PLAN:

Teilnahme an der Übungsfirmenmesse in Wien am 06. Dezember 2018 der Bundeshandelsakademie Wien 10

DO:

Vier motivierte Mitarbeiter der Übungsfirma bilden das Messeteam. Sie bereiten die Teilnahme vor und arbeiten abteilungsübergreifend und werden vom Rest der Mitarbeiter bei Bedarf unterstützt. Die Geschäftsleitung arbeitet unterstützende und koordinierend, wobei die Schüler Ideen zur Gestaltung und Abwicklung eigenverantwortlich einbringen und umsetzen. Messekatalog und Messeangebot werden in der Abteilung Verkauf und Marketing ausgearbeitet und vorbereitet. Vor Abreise werden alle notwendigen Abläufe und Arbeitsschritte nochmals kontrolliert.

ACT:

Das Messeteam vertritt die Übungsfirma an der Bundeshandelsakademie und bewirbt neue Kunden und das ausgearbeitete Messeangebot. Kaufverträge werden abgeschlossen. Wert wird besonders auf gute und angemessene Umgangsformen bei der Führung der Verkaufsgespräche gelegt. Der Bekanntheitsgrad am Übungsfirmenmarkt wird durch den intensiven und internationalen Kundenkontrakt gestärkt und ausgeweitet.

CHECK:

Nach erfolgter Teilnahme berichtet das Messeteam den Mitarbeitern und weist auf gut gelungene und verbesserbare Abläufe hin. Eine Nachbereitung erfolgt im Messeteam. Diese berichtet an die Mitarbeiter. In Gruppen werden Verbesserungsvorschläge und mögliche Ursachenanalysen erarbeitet und niedergeschrieben.

 

Nachhaltigkeit (konkrete Überlegungen zur Planung und Umsetzung)

Nachhaltigkeit wird in unserer Übungsfirma großgeschrieben.

PLAN:

Zu Beginn unserer Tätigkeit haben wir und gemeinsam einige Ziele gesetzt.:

Wir möchten unser Produktsortiment mit nachhaltig produzierten Gütern erweitern. 

Eine gute und wohlüberlegte Lieferantenauswahl möchten wir umsetzen. 

Auch in unserem alltäglichen Arbeitsumfeld möchten wir nachhaltig und ressourcensparend arbeiten. Besonderen Augenmerk möchten wir auf die Einsparung bei Ausdrucken in den Abteilungen legen. Wir sind stets bemüht beidseitig und wohlüberlegt zu drucken um Druckpapier und Drucktinte zu sparen. Auch die Verwendung von Umweltpapier möchten wir fördern.

Wir achten darauf, dass Müll ordentlich getrennt und entsorgt wird.

Auch möchten wir unsere Mitarbeiter dazu anregen, auf Plastikflaschen zu verzichten und bieten deshalb wiederverwendbare Thermobecher an.

DO:

Folgende Maßnahmen wurden bis Jahresende durchgeführt:

Für die Mitarbeiterpausen wurde eine Kaffeemaschine mit wiederverwendbaren und ökologisch nachhaltigen Thermobecher angekauft.

Das Produktsortiment wurde durch umweltfreundliche Ordner und Druckpapier erweitert.

CHECK:

Viele Nachhaltigkeitsziele wurden umgesetzt. Gegen Jahresende haben wir festgestellt, dass immer noch einseitige Drucke gemacht werden.

ACT:

Erneuter Hinweis auf sparsames Drucken. Nochmalige Verdeutlichung der Wichtigkeit der Zielsetzung an die Mitarbeiter.

 

Organigramm:

 

 

Unsere Partner:

Bei unserer Tätigkeit in der Übungsfirma werden wir von den Folgenden Partnern unterstützt: Raiffeisen Kasse und Athesia Papier. Sie unterstützen uns insofern, dass wir von der Bank das Bankprogramm zur Buchhaltung zur Verfügung gestellt bekommen. Die Athesia stellt und diverse Artikel zur Verfügung, damit wir bei den Übungsfirmanmessen auch mit realen Gütern arbeiten können.